Vortrag: "Johanniskraut - die Heilpflanze des Jahres 2019"

Dienstag, 24.09.2019 um 19 Uhr, Gewölbe im Alten Schloss

Am 24.09.2019 findet in den Museen im Alten Schloss ein Vortrag von Dr. Lothar Kabelitz über „Johanniskraut - die Heilpflanze des Jahres 2019“ statt. Schon in der Antike von den Ärzten geschätzt, war Johanniskraut im Mittelalter eine begehrte Zauberpflanze, in der modernen Medizin ist es ein Mittel um die Stimmung aufzuhellen, Angstzustände zu lösen und nervöse Unruhe zu lindern. Was ist also dran an diesem Naturheilmittel?

Es gibt mehr als 380 Arten von Johanniskraut. Für die medizinische Anwendung wird das Tüpfel-Johanniskraut verwendet. Das Johanniskraut ist in ganz Europa heimisch und wächst auf trockenen Böden. Verwendet werden in der Heilkunde die oberirdischen Teile der Pflanze. Die Inhaltsstoffe sind Hypericine, Flavonoide, Gerbstoffe und ätherische Öle.

Das Hypericum ist für den nervenberuhigenden Effekt verantwortlich: Es vermindert Angstzustände und depressive Verstimmungen. Die gesamte Wirkstoffkombination schwächt den Anstieg von Cortisol bei Stress und beeinflusst die Melatonin-Ausschüttung. Medizinisch anerkannt ist das Johanniskraut bei leichter bis mittelschwerer Verstimmung oder Depression. Die verschreibungspflichtigen Produkte enthalten einen höheren Trockenextraktgehalt. Sie erzielen vergleichbare Erfolge bei leichten Depressionen wie chemische Antidepressiva und haben keine Nebenwirkungen. Das Johanniskraut wird oft in Kombination mit Hopfen, Baldrian oder Passionsblume in Form von Kapseln oder Dragees angewandt.

Äußerlich wird das Johanniskrautöl zur Einreibung bei Nervenschmerzen, Muskelschmerzen oder zur Nachbehandlung von stumpfen Verletzungen eingesetzt. Das ist ein öliger Auszug aus den Blüten des Johanniskrauts, Johanniskrautöl ist rot. Nach einer Sage soll die Pflanze aus dem Blut Johannes des Täufers hervorgegangen sein. Zur Erstellung des Öls ist die Ernte der Blüte Mitte August am besten, da die Blüten dann den höchsten Gehalt an Hyperforin haben. Nach sechs Wochen kann das Öl verwendet werden.

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Gewölbe des Alten Schlosses. Im Anschluss daran ist Zeit für Gespräche mit dem Referenten und eine Tee-Verköstigung eingeplant. Der Eintritt ist frei.

 

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