Das Aischgründer Karpfenmuseum

Im einzigartigen Aischgründer Karpfenmuseum erfahren Sie in zehn Räumen alles über die mehr als 1250-jährige Tradition der Karpfenzucht. Seit dem 8. Jahrhundert werden in Franken Karpfen gezüchtet, mit der Zeit entstand im Aischgrund eine ausgedehnte Weiherlandschaft. Es waren adelige Grundherren und Klöster, aber auch städtische und bäuerliche Teichwirtschaften, die zu tragenden Säulen der Karpfenteichwirtschaft wurden. Heute existieren hier über 7000 bewirtschaftete Weiher, von denen aus der Aischgründer Spiegelkarpfen als besondere Delikatesse sogar ins Ausland geliefert wird.

Aber nicht nur die Geschichte der Teichwirtschaft, auch die Arbeit der Teichwirte im Jahreskreislauf wird beleuchtet. Bei einem interaktiven Diorama wird außerdem die Tier- und Pflanzenwelt der Teiche lebendig, denn der Lebensraum Teich ist ein faszinierendes Ökosystem, das nicht nur Karpfen eine Heimat bietet. Ein großformatiges Aquarium lässt die Besucher schließlich staunen. In ihm bewegen sich lebende Karpfen, Schleien, Edelkrebse und andere Wasserbewohner direkt vor dem Auge des Betrachters. An den Fischen im Aquarium wird auch der Unterschied zwischen Spiegel- und Schuppenkarpfen deutlich: Im Gegensatz zu letzterem ist der Spiegelkarpfen als besondere Zuchtform nämlich hochrückig und schuppenarm. Zucht und Züchter sind dann auch ein Thema für sich, natürliche Fortpflanzung, naturnahe Zucht im Aischgrund und Aquakultur werden genauso vorgestellt wie einige der wichtigsten Züchter und Wissenschaftler dieses und des letzten Jahrhunderts.

Panoramabanner Karpfenmuseum.jpg

Das Museum lüftet außerdem manches kulinarisches Geheimnis. In Monaten mit einem „R“, sprich von September bis April, bestimmt der Karpfen den Speiseplan der zahlreichen Gastwirtschaften im Aischgrund, am häufigsten als Halber Gebackener, gefolgt von blau gesotten. Von der Zubereitung bis zum Verzehr, von historischen Kochbüchern bis zum Fischgeschirr, in der Dauerausstellung wird alles gezeigt, was man über das Karpfen-Essen wissen muss. Wer mag, kann die teils exotischen Rezepte natürlich zu Hause nachkochen.


 
  Gefördert durch das Bayerische Staats-ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).  

 

Diese Seite teilen

Einwilligung zur Nutzung. Diese Website verwendet Matomo Web-Statistik und Videos von YouTube.
Ihre Einwilligung in deren Nutzung ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden.
Eine einfache Widerrufsmöglichkeit sowie weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ablehnen Akzeptieren