Markgrafenmuseum

Das Markgrafenmuseum spannt den Bogen zurück zu den Bauherren des Alten Schlosses, den Hohenzollern. Es erläutert den Aufstieg der Hohenzollern von Nürnberger Burggrafen zu Markgrafen, Kurfürsten und Königen und die Entstehung der beiden fränkischen Linien Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Kulmbach-Bayreuth. Anhand ihrer Wappen werden dabei anschaulich Informationen über Besitzungen, Beziehungen und Befugnisse der Hohenzollern vermittelt.

Im Museum wird auch der Einfluss der Markgrafen auf die Entwicklung von Neustadt an der Aisch deutlich – denn über sechs Jahrhunderte prägten die fränkischen Hohenzollern das Leben in der Stadt. Die Zollern bauten den einstigen Marktflecken Riedfeld zu einer neuen Stadt aus – daher der Name „Neustadt“ –, um durch die Sicherung der strategisch und verkehrstechnisch bedeutsamen Aischfurt ihre Besitzungen in Richtung Westen abzusichern und auszudehnen. Die Stadt wurde Nebenresidenz und Witwensitz der Markgrafen, als Hauptstadt des Bayreuther Unterlandes wurde Neustadt darüber hinaus auch zu einem wichtigen Amtssitz. Ein interaktives Stadtmodell rekapituliert die Stadtentwicklung im Museum und stellt die historischen Bauten und ihre Besonderheiten vor. Daneben werfen die Ausstellungsstücke des Museums Schlaglichter auf die Verwaltungs-, Wirtschafts- und Kirchengeschichte von Neustadt an der Aisch.

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Eine Besonderheit des Markgrafenmuseums ist seine Siebener-Abteilung. Die Siebener üben bis heute eines der ältesten Ehrenämter in Bayern aus, sie beaufsichtigen die Einhaltung von Grenzen, setzen Grenz- und Marksteine und arbeiten eng mit den Vermessungsämtern zusammen. Seinen Ursprung hat das Siebener- oder Feldgeschworenen-Wesen, wie es auch genannt wird, in den fränkischen Dorfgerichten. Gefördert von den Markgrafen etablierten sich die Siebener in Franken schließlich als Institution. Das Museum geht ausführlich auf die Siebener und ihr Brauchtum ein und dokumentiert außerdem die Bedeutung unterschiedlicher Grenzen im Markgraftum. Seit kurzem sind auch im Schlosshof einige historische Grenzsteine zu sehen, die den Besuchern einen kleinen Vorgeschmack auf die Ausstellung im Inneren des Markgrafenmuseums bieten.

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  Gefördert durch das Bayerische Staats-ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).  

 

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